Blog-Wurst
Die Professorin für Thermodynamik: “Das ihnen dies nicht offensichtlich ist, ist mir offensichtlich klar!“.
Die Professorin für Thermodynamik: “Das ihnen dies nicht offensichtlich ist, ist mir offensichtlich klar!“.
Es macht piep, piep, piep. Es ist ein Fahrstuhl der piep macht. Der Fahrstuhl, der schuld daran ist, das ich 4 Stockwerke empor geklettert bin, um dann aus dem Fenster zu schauen. Der Fahrstuhl piep, weil er mich nicht befördert hat. Er ist kaputt. Den Grund kenne ich nicht. Ist mir auch egal. Ich sitze nun hier, im 4ten Obergeschoss und es piep. Im Sekundentakt.
Nervt es mich oder hat es eine einschläfernde Wirkung? Im Moment ist es glaube ich eher einschläfernd, was aber auch daran liegen könnte, das ich gerade etwas gegessen habe und nun deswegen müde bin. Eigentlich ist es ganz schön fies gegenüber dem Fahrstuhl, aber mir ist ziemlich egal warum er kaputt ist und das er deswegen Geräusche macht. Er ist halt einfach kaputt, ich hab ihn nicht anders kennen gelernt, und er piept halt deswegen.
Ich war noch nie in diesem Fahrstuhl, weil ich ihn heute ja erst zum ersten mal gesehen hab. Eigentlich habe ich noch nicht mal den Fahrstuhl an sich gesehen, sondern nur seine Edelstahltüren mit dem Anforderungsknopf.
Was mag wohl in diesem Fahrstuhl sein? Hat er einen Spiegel? Wenn er einen Spiegel hat, kann man die Stockwerksanzeige darin beobachen und sich wundern das man in genau folgender Reihenfolge durch die Stockwerke fährt: 3, 1, 5, E, y.
Muss man bald bangen zu bingen anstatt zu googlen? Wer weiß wer weiß … bing!
Die Idee wurde zwar schon in einem anderen Song verwendet, aber ich finde es trotzdem nicht schlecht. Sozusagen eine andere Version des Riffs.
Nachdem Johnny Walker schon relativ bekannt ist, möchte ich hier mal den Herren John E. Walker vorstellen: Wikipedia-Artikel zu John E. Walker
Schlafen im Hörsaal kann sehr entspannend sein. Es kann auch sehr belustigend sein, zumindest für die, die die Schlafenden beim Schlafen beobachten. Moderne Hörsäle werden allerdings so gebaut und mit solchen Stühlen und Tischen bestuhlt und betischt, dass man nicht mehr so gut schlafen kann. In alten Hörsälen kann man rein ergonomisch gesehen besser schlafen. Die Stühle sind einfach bequemer. Allerdings gibt es auch da wieder einen hindernden Faktor. Und zwar genau diesen bequemen Tische und Stühle. Da diese aus Holz sind, ist der “Knarz”-Faktor relativ hoch. Für geübte Studenten ist dieser “Knarz”-Faktor allerdings praktisch. Ab dem 5ten Semster fangen Stundeten an, dieses Knarzen als Vogelgezwitscher wahrzunehmen und das ist ja in den meisten Fällen einschläfernd. Dazu kommt dann die streng monotone Stimme des Referenten.
Manche Referenten versuchen sich gegenseitig in ihrer einschläfernden Vortragsweise zu übertreffen. Spitzenreiter sind die, die ihre Vorlesungen komplett auswendig lernen und dann mit der Stimme von Christoph (der mit dem grünen Pulli von der Sendung mit der Maus) vorzutragen. Diese Vortragskunst, gepaart mit einem klassisch-knarzenden Hörsaal, wirkt übler als eine Dosis Valium.
Man sieht reihenweise Studenten wie sie unsanft mit ihren Köpfen auf den Tisch aufschlagen. Projekte wie es die Uni Paderborn zum Wintersemester 09/10 machen will (jedem Erstsemster ein Netbook spendieren), sollten soweit umgestaltet werden, dass die Netbooks mit einem gepolstertem Displaydeckel ausgestattet sind. Sonst leidet das von Bachelorstreß und Selbstfindeungsprozessen sowieso schon in Mitleidenschaft gezogene Studentenhirn noch mehr.
Muss das sein? Die Studenten kriegen nachts schon keinen Schlaf, dann kann man den doch wenigstens tagsüber gönnen, nicht oder?
Am nächsten morgen wacht der Mann ein paar Stunden später auf als normalerweise. Er späht vorsichtig aus dem fenster und kann keine Wolke entdecken. Trotzdem ist es nicht allzu warm. Durch das offene Fenster weht eine kühle Brise. Sie riecht angenehm nach Salzwasser und sorgt dafür das der Mann schlagartig wach ist. Er stapft in die Küche und setzt Wasser auf, setzt sich auf den Stuhl auf dem er gestern auch schon saß und guckt durch das Fenster aufs Meer. Der Wasserkessel pfeift. Er lässt ihn pfeifen. Er hat irgendwie keine Lust auf einen Tee. Der Mann dreht das Gas aus und zieht sich Schuhe an, denn er muss einkaufen gehen, noch sind Regal und Kühlschrank leer und bis auf Tee und eine Stulle von der Reise wirklich nichts da.
Er läuft durch den Laden und kommt nicht so echt zum einkaufen. Immer wieder bleibt er vor den Regalen stehen und fängt an nachzudenken. Das skurile ist, dass er sobald er wieder aus seiner Gedankereise zurück ist und an die einzukaufenden Sachen denkt, nicht mehr weiß woran er gedacht. Dann bleibt er wieder stehen und fängt an nachzudenken, versucht die Gedanken von eben zu wiederholen und nachzuvollziehen, doch es gelingt ihm nicht. Nach eineinhalb Stunden, eine ziemlich lange Zeit wenn man nur Brot, Käse und Milch kaufen will, geht er zur Kasse. Auf dem Gehweg bleibt er stehen und denkt drüber nach wieso er so zerstreut ist.
Wieder zu Hause frühstückt der Mann. Auch dabei denkt er wieder an alles Mögliche. Er kann seine Gedankengänge aber nicht lenken, noch produktiv nachdenken. Er sitzt einfach nur da, holt sich von Zeit zu Zeit etwas zu trinken und zu essen, sitzt mal auf der Terrasse, mal in der Küche, mal im Sand direkt am Meer. Er sitzt einfach nur da und lässt die Gedanken schweifen. Er kann gar nicht anders. Konzentrieren kann er sich nicht.
Als er abends auf der Terrasse sitzt und ein Gläschen Wein trinkt denkt er sich: “Ich hab so viel nachgedacht heute, aber ich kann mich an nichts erinnern. Ich saß nur da und hab mir glauscht, den ganzen Tag. Ich hab zwar gelauscht, aber nicht zugehört …“.