7. Juni 2010
Ich las soeben das Wort „Grillgestank“. Grillgestank. Dieses Wort impliziert bei mir folgendes: Grillen stinkt. Ja, Grillen stinkt wirklich, wenn man den Grill mit, ähm, irgendwas, ähm, z.B. stinkendem anzündet. Ja, dann stinkt das Grillen. Aber spätestens wenn die Köhle glüht und dann noch das Fleisch darauf kommt, dann hat das doch wirklich nichts mehr mit stinken zu tun.
Vielleicht sagt der ein oder andere Vegetarier: „Das riecht aber nach einem grausam gestorbenen Tier.“ Ja, riecht es. Aber dieser Geruch ist doch ansich nichts schlechtes. War ne gute Idee, damals, Fleisch über offenem Feuer zu garen und dann erst zu verzehren.
Die Krönung des Grillgeruchs, wenn nicht sogar des Grillduftes, ist das gekonnte Bespritzen der Kohle mit Bier. Oder, auch toll, die Kohle mit einigen Kräuter bestreuen.
Nein, es gibt Leute, die beharrlich die Meinung vertreten, dass das Grillen stinkt. Ich will sie nicht vom Gegenteil überzeugen oder gar ihr olfaktorische Wahrnehmung als verkorkst bezeichnen. Nein, ich will nur sagen, dass ich ihren Standpunkt, sagen wir mal, kurios finde.